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AKUPUNKTUR

Die Akupunktur ist wichtiger Pfeiler der Traditionellen Chinesischen Medizin, einem umfassenden System von Untersuchung, Diagnose und Behandlung. Sie ist Heilkunst und Wissenschaft, ein eigenständiges, zur westlichen Medizin komplementäres Heilsystem.

Bei der Akupunktur werden mit feinen Nadeln bestimmte, genau definierte Stellen des Körpers, die zumeist auf den Meridianen (Energieleitbahnen) liegen, punktiert. Krankheit bedeutet Störung im harmonischen Fluss der Energie, durch Akupunktur kann der Organismus angeregt werden, das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Akupunktur ist eine sehr effektive, nebenwirkungsarme Behandlungsform, frei kombinierbar auch mit schulmedizinischen Therapieformen. Die Welt-Gesundheits-Organisation WHO empfiehlt Akupunktur bei einer Vielzahl von Erkrankungen.

SONDERFORMEN DER AKUPUNKTUR:

Moxibustion

Die Moxibustion ist die thermische Reizung (Erwärmung) eines Akupunkturpunktes. Bei der Moxibustion, die zusammen mit der Akupunktur oder als eigenständiges Therapieverfahren eingesetzt werden kann, werden Brennkegelchen auf Akupunkturpunkte direkt bzw. auf die Akupunkturnadeln gesetzt. Als Kraut für die Brennkegelchen wird Beifuß verwendet, welches langsam glimmt, eine wohldosierte Wärme abgibt und in geringen Mengen angenehm duftet.

Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur (Auriculotherapie) ist - entgegen der weitverbreiteten Meinung - keine Disziplin der chinesischen Medizin, sondern eine Reflexzonentherapie, entdeckt und erforscht vom französischen Arzt und Physiker Paul Nogier.

Dieser postulierte Ende der fünfziger Jahre und konnte stufenweise nachweisen, dass zwischen den Regionen der Ohrmuschel und genau bezeichneten Organen oder Organbereichen eindeutige reflektorische Funktionsbeziehungen bestehen. Bei pathologischen Veränderungen von Organen ändert sich der elektrische Hautwiderstand an den korrespondierenden Reflexpunkten am Ohr und kann gemessen werden. Durch Nadelung dieser Punkte wird therapeutisch auf diese Erkrankung eingewirkt.

Das Anwendungsspektrum ist groß: empfohlen hat Nogier die Ohrakupunktur für die Behandlung aller Leiden, die das zentrale Nervensystem betreffen, zudem können alle Schmerzen gelindert oder ausgeschaltet werden, sie wirkt entspannend und ausgleichend und hat große Bedeutung bei der Suchtbehandlung.

Yamamoto Neue Schädelakupunktur

Die "Neue Schädelakupuntur nach Yamamoto" (YNSA) ist ein neues, eigenständiges Therapieverfahren, das sich von der Traditionellen Chinesischen Akupunktur vollkommen unterscheidet. Die Behandlung wird primär am Schädel ausgeführt.

Dr. med. Toshikatsu Yamamoto, Facharzt für Anästhesiologie und Gynäkologie, hat dieses Verfahren vor über 30 Jahren entdeckt und stetig weiterentwickelt. Der japanische Arzt und Forscher fand am menschlichen Schädel ein System von Punkten, sog. "Somatotope", auf denen sich der gesamte Körper wiederfindet.

Dr. Yamamoto leitet heute ein großes neurologisches REHA-Zentrum in Südjapan. In dieser Klinik behandeln er und seine Mitarbeiter nicht nur schwere neurologische Erkrankungen wie Folgen von Schlaganfall, Lähmungen u. a. mit großem Erfolg, sondern auch alle Formen von akuten und chronischen Schmerzsyndromen der Wirbelsäule und der Extremitäten sowie Erkrankungen innerer Organe und des Gefäßsystems.

 

Jean Francois Barkhofen

Jean F. Barkhofen, Jahrgang 1969, Heilpraktiker seit 1998. Akupunktur- und Tuina-Ausbildung in China, Fachausbildungen in Diagnose- und Therapieverfahren, seit 2002 in eigener Praxis in Essen-Rüttenscheid tätig

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